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Die sechs Übungsformen:



Ausser dem üblichen Training, das heisst Aufwärmen, Dehnen, Gymnastik, Technik-Übungen, Partnerübungen und so weiter, gibt es die so genannten "Sechs Übungsformen", die nachfolgend benannt und erklärt werden:

1. Tscho Suk

Hierbei wird eine Technik-Stellung eingenommen, zum Beispiel Ap Gubi Sogi Momtong Chirugi.
Diese Stellung wird fuer einige Zeit mit voller Kraft eingehalten. Dadurch wird die Technik sozusagen in das Gedächtnis und den Körper "eingebrannt".


2. Sun Pum

Bei dieser Übung werden die Bewegungen der Technik langsam und ohne Kraft ausgeführt.
Dadurch lernt der Übende den Bewegungsablauf schneller, weil er sich nicht zusätzlich auf die Kraftentfaltung und das Timing der Technik konzentrieren muss.

3. Djang Ryu

In diesem Fall wird jede Technik zwar langsam, aber doch mit aller Kraft ausgeführt.
Dabei wird das Gefühl fuer den Krafttransport geschult, ausserdem sollte der Ausübende immer in der Lage sein, aus dieser "Langsamkeit" sofort reaktionsbereit zu sein.


4. Seum Gwang

Die Techniken werden hierbei leicht, locker und schnell, aber ohne jede Hast ausgeführt.
Es wird sich nur mit dem eigentlichen Lauf der Bewegung beschäftigt. Hier lernt der Schüler den Weg der Technik und kann sich voll auf die Bewegung an sich konzentrieren.

5. Pok Rö

Diesmal werden die Techniken mit voller Geschwindigkeit und ganzer Kraft ausgeführt.
Am Ende der Bewegung wird die volle Energie und Kraft freigesetzt.
Richtig ausgeübt, ist kaum jemand in der Lage, mehr als zehn Fauststoesse in dieser Art auszuführen.
In dieser Übung fliesst alles vorher gelernte zusammen. Ziel ist die Vollendung der Bewegung zu erreichen.

6. Sim Sang

Dieses ist eine meditative Form der Übung und es werden die Techniken nur im Geiste ausgeführt.
Ziel ist es, sich selbst bildhaft vorzustellen und die Techniken selber zu korrigieren, als würde man aus sich heraustreten um sich selbst zu betrachten. Diese Übung erfordert am meisten Konzentration und Selbstdisziplin.